Von Zeit zu Zeit seh´ ich den Alten gern,

Und hüte mich, mit ihm zu brechen.

Es ist gar hübsch von einem großen Herren,

So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.

 

J. G. v. Goethe

"...Dass ich erkenne, was die Welt

Im Innersten zusammenhält ... "

 

J.W.v. Goethe

Hinter den geheimnisvollen Vorhang drang noch nie ein Blick,
Keiner hob noch je den Schleier, der verhüllt das Weltgeschick; 
Zweiundsiebzig Jahre hab´ ich Tag und Nacht darob gesonnen, 
Doch das Rätsel blieb mir dunkel und mein Leben ist verronnen.

 

O. Khayyam

O Seele, kannst Du den Leiden des Körpers entschweben,
So wirst Du den Flug zum Himmel erheben, 
Wirst in den Höhen des Lichtes thronen 
Nach der Schmach, in der Welt des Staubes zu wohnen.

 

O. Khayyam

O Wandrer auf den Wegen, was weißt du?
Von deinen Weg' und Stegen, was weißt du?
Wo standst du auf am Morgen, wo abends
Wirst du dich niederlegen? was weißt du?
Des Himmels Lüfte bringen dir Grüße,
Allein sie auszulegen, was weißt du?

 

Rumi

 

 

Weh denen, welche Liebe nie gekannt, 
Nie ihre Lust gefühlt und ihre Leiden, 
Und deren Augen keine teure Hand 
Zudrückt, wenn sie von dieser Erde scheiden!

 

O. Khayyam

Der Frühling stirbt, wann du mit Schwalben gehst.

Grün wird die Flur, wann du zur falben gehst.

Wie schön! so rufen hundertzüngig nach

Dir Lilien, wo du allenthalben gehst.

Nie wird das Auge Schönheit schaun, zu dem

Du nicht mit Liebes-Augensalben gehst.

O Sonn', ein Sonnenstäubchen tanzt mein Geist,

Wo du ans Fenster meinethalben gehst.

Wo gehst du hin? und lässest mir mein Herz

Halb, weil davon du mit dem halben gehst.

Rumi

War einst ein Schloß, das bis zum Himmel ragte, 
Vor dessen Mauern Königsstolz verzagte, 
Auf dessen Trümmern klagt jetzt des Täubchens Ruf, 
Der klingt, als ob´s nur wo, wo? wo, wo? fragte. 

 

O. Khayyam